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Eines der Argumente gegen die Verfütterung von Stroh ist die Sorge vor Koliken und Magengeschwüren. Diese Befürchtung ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Frühere Beobachtungsdaten hatten einen Zusammenhang zwischen Strohverfütterung und Magengeschwüren vermuten lassen.

Die neuere kontrollierte Untersuchung kam jedoch zu einem differenzierteren Ergebnis:

Bei einer Ration aus 50 % Weizenstroh und 50 % Grasraufutter wurde nach drei Wochen keine erhöhte Häufigkeit von Koliken und Magengeschwüren gegenüber der reinen Grasraufutterration festgestellt. Die Autoren kommen deshalb zu dem Schluss, dass hygienisch einwandfreies Weizenstroh bis maximal zu diesem Anteil in die untersuchte Ration integriert werden konnte, ohne Magengeschwüre zu verursachen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Pferd bedenkenlos 50 % Stroh erhalten sollte. Die Studie umfasste nur sechs Equiden und lief über jeweils 21 Tage. Sie liefert interessante Hinweise – aber keinen Freipass für jede beliebige Strohration. Wir empfehlen einen Strohanteil von maximal 30% der Tagesration in kg.

Man muss das Raufutter nicht selbst produzieren, um die Gesundheit des Pferdes positiv zu beeinflussen. Wer Raufutter versteht, erkennt Zusammenhänge früher, stellt die richtigen Fragen und trifft bessere Entscheidungen – zum Wohl seines Pferdes.​

Weitere Informationen: www.bestofhorsehay.com

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