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"Welche Symptome deuten darauf hin? Ich habe das Gefühl, das Thema wird oft unterschätzt.“

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In der heutigen Zeit kommen Magengeschwüre kommen beim Pferd sehr häufig vor: Studien zeigen, dass bis zu 90 % der Rennpferde und etwa 60 % der Turnierpferde betroffen sind, selbst bei Freizeitpferden liegt die Häufigkeit oft noch bei 30–50 %.

Die Ursachen sind vielseitig: Falsche Fütterung, Stress beim Reiten,  Reisen, in der Gruppenhaltung, beim Fressen oder wegen einem nervige Boxennachbar oder nach erfolgter Medikamentengabe ohne Magenschoner. Früher war das kein Thema, man konnte seinerzeit die Magengeschwüre weder medizinisch in der Praxis feststellen noch gab es adäquate Mittel.

Viele Anzeichen sind unspezifisch, weshalb Magengeschwüre leicht übersehen werden. 

Typische Symptome sind nachlassender Appetit oder mäkeliges Fressen, Schwierigkeiten, das Gewicht bzw. die Kondition zu halten, stumpfes Fell, reduzierte Leistung und Verhaltensänderungen wie Gereiztheit oder „Unwilligkeit“ im Training. Häufig werden auch Gurtempfindlichkeit, Unruhe beim Satteln, häufiges Gähnen oder Zähneknirschen, wiederkehrende leichte Koliken sowie Empfindlichkeit beim Putzen beschrieben.

In manchen Fällen treten Kotwasser, Durchfall oder unklare Bauchschmerzen auf, insbesondere wenn auch der Dickdarm betroffen ist.

Bei einem Verdacht sollte immer eine tierärztliche Abklärung inklusive Gastroskopie erwogen werden. Neben einer medikamentösen Behandlung, sollte jedoch die Ursache eliminiert werden. Ansonsten ist das ein immer wiederkehrendes Thema. 

Raufutter ist das Hauptfuttermittel und sollte art- und bedarfsgerecht gefüttert werden. Es empfiehlt sich eine unabhängige Futterberatung beizuziehen, bevor man in die Gefahr läuft, das Pferd mit Zusatzfutter überzuversorgen.

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