„Ich lese so viel Unterschiedliches über Wurmkuren – von alle 8 Wochen bis nur noch nach Kotprobe. Wie oft sollte mein Pferd realistisch entwurmt werden, und wofür sind Kotproben im Parasitenmanagement eigentlich gut?“
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Die pauschale Entwurmung alle 6–8 Wochen gilt heute als überholt, weil sie Resistenzen fördert und viele Pferde unnötig behandelt. Moderne Empfehlungen setzen auf ein individuelles Parasitenmanagement mit Kombination aus regelmässigen Kotproben und gezielt eingesetzten Wurmkuren.
ESCCAP empfiehlt bei erwachsenen Pferden meist zwei Entwurmungen pro Jahr, ergänzt durch mehrmals jährlich Kotproben, um starke Ausscheider zu erkennen und nur bei Überschreiten eines Schwellenwertes (z. B. 200 EPG bei Strongyliden) zu behandeln.
Fohlen und Jungpferde bis etwa vier Jahre benötigen dagegen drei- bis viermal jährlich eine konsequente Entwurmung, begleitet von Kotuntersuchungen, da ihre Immunität noch nicht ausgereift ist.
Kotproben helfen, die individuelle Ausscheidung von Wurmeiern zu bestimmen, wirksame Wirkstoffe auszuwählen, unnötige Behandlungen zu vermeiden und das Risiko von Koliken und Organschäden durch Parasiten zu senken.
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