„Bei leichten Magen-Darm-Beschwerden greife ich gern zu Hausmitteln, bin mir aber unsicher, was wirklich sinnvoll ist und ab wann ich besser zum Arzt gehen sollte.
Welche Hausmittel können unterstützen?
Wo liegt die Grenze der Selbstbehandlung?“
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„Bei leichten Magen-Darm-Beschwerden greife ich gern zu Hausmitteln, bin mir aber unsicher, was wirklich sinnvoll ist und ab wann ich besser zum Arzt gehen sollte.
Welche Hausmittel können unterstützen?
Wo liegt die Grenze der Selbstbehandlung?“
Beim Pferd ist das wichtigste „Hausmittel“ eine pferdegerechte Basis: ausreichend artgerechtes Raufutter, keine zu grossen Fresspausen, Zugang zu Wasser und eine insgesamt angepasste, stärkearme Ration, da das gesamte Verdauungssystem auf Daueraufnahme von Raufutter ausgelegt ist.
Leichte Unregelmässigkeiten wie vorübergehend etwas weicher Kot ohne Schmerzen können oft durch langsame Futterumstellung, mehr Heu, weniger Kraftfutter und Beobachtung aufgefangen werden.
Man sollte sich immer wieder vergegenwärtigen, wo eine sogenannte Selbstbehandlung sinnvoll ist, wo Doping bereits beginnen würde. Zu oft werden zu viele Pülverchen zusammen verabreicht, ohne die Gesamtwirkung zu berücksichtigen, was unter Umständen eher kontraproduktiv wirkt statt hilft. Nach wie vor gilt es die Ursache zu finden und nicht nur das Symptom zu therapieren.
Spätestens bei Koliksymptomen, Inappetenz, wiederholtem Wälzen, starkem Durchfall, Fieber oder raschem Konditionsverlust ist jedoch jede Form der „Hausmittel‑Therapie“ definitiv beendet und ein Notfall für den Tierarzt, da viele Magen‑Darm-Erkrankungen des Pferdes potenziell lebensbedrohlich verlaufen können.
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