„Ich reite in der Schweiz im Freizeit‑ und Turnierbereich und möchte mein Pferd tierschutzgerecht absichern. Gegen welche Krankheiten sollte es mindestens geimpft sein, und was ist im Pferdesport üblich bzw. empfohlen?“
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Im Schweizer Pferdesport gelten vor allem Tetanus und Influenza als Basis; viele Betriebe und Verbände verlangen für Turnierstarts einen aktuellen Influenza‑Impfschutz mit Grundimmunisierung und regelmässiger Auffrischung, teils sogar halbjährlich bei hohem Infektionsdruck.
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin stuft zusätzlich Herpes als „Core‑Komponente“ ein, weshalb die Impfung – insbesondere bei Beständen mit viel Pferdewechsel, Jungpferden oder Zuchtstuten – weiterhin klar empfohlen wird.
Aus Tierschutzsicht sinnvoll sind darüber hinaus risikobasierte Impfungen, etwa gegen West‑Nil‑Virus in betroffenen Regionen oder bei Reise in Endemiegebiete, sowie Beachtung offizieller Empfehlungen zu weiteren Erkrankungen wie Blauzunge (BTV ist eine durch Viren verursachte Tierseuche, die vor allem Wiederkäuer wie Rinder und Schafe betrifft – aber auch Pferde können sich infizieren. Übertragen wird das Virus ausschliesslich durch Gnitzen (Culicoides-Mücken), eine direkte Ansteckung von Pferd zu Pferd ist nicht möglich.)
Turniere/Kurse in EU‑Ländern.
Für Reisen innerhalb Europas ist beim Pferd der Equidenpass mit eingetragenem Impfstatus Pflicht; zusätzlich verlangen viele Veranstalter einen lückenlosen Influenza‑Impfschutz nach FEI/Verbandsregeln, teils auch Herpes, während staatliche Einreisevorschriften sich vor allem auf Identität und Gesundheitsstatus konzentrieren.
Bei Reisen sollte immer frühzeitig die aktuellen Vorgaben des Ziellandes bzw. des Veranstalters geprüft werden.
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