"Wie unterscheide ich bei Hufrehe zwischen Belastungsrehe und Fütterungsfehler? Woran kann ich als Besitzer erkennen, ob eher ein Fütterungsfehler oder eine mechanische Überbelastung der Auslöser war?“
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Bei einer Futterrehe findet sich fast immer ein zeitlicher Zusammenhang zu „inneren“ Auslösern: üppige Weide mit viel Zucker/Fruktan, plötzlich mehr Kraftfutter, Zugang zur Hafertonne, stark kohlenhydratreiche Rationen oder ein metabolisches Problem wie EMS oder Insulindysregulation. Typisch ist, dass mehrere Hufe (meist vorne beidseitig) betroffen sind, ohne vorangegangene Lahmheit an einem einzelnen Bein.
Eine Belastungsrehe entsteht dagegen meist sekundär, wenn ein Bein aufgrund einer anderen Lahmheit oder Verletzung lange überlastet wird oder das Pferd viel auf sehr hartem Boden arbeiten musste; dann ist nur ein Huf oder eine Seite auffällig, während die ursprüngliche Verletzung auf der Gegenseite sitzt.
Zu oft sehen wir heute Barhufpferde, die auf allen vier Hufen eine deutliche Überbelastung anzeigen. Oft hören wir von den Besitzern: "ja er ist fühlig - deswegen reite ich mit Hufschuhen." Hierbei stellt sich die Frage, ob das Pferd die restlichen 23 Stunden auf einem adäquaten Boden sich bewegen kann oder ob allenfalls auch hier zur Reduzierung der Schmerzen Hufschuhe rsp. ein Beschlag empfehlenswert wären.
In allen Fällen sind die Schmerzen, der klamme Gang und der Wendungsschmerz gleich dramatisch, die Unterscheidung erfolgt vor allem über die Vorgeschichte und muss tierärztlich abgesichert werden.
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Juni 26
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